Imker-Glossar

Bienen-Begriffe von A bis Z.

Was bedeutet Absperrgitter? Was ist eine Drohnenschlacht? Hier sind die wichtigsten Imker-Begriffe verständlich erklärt.

A B C D E F G H K M O P R S V W Z

A

Ableger Vermehrung

Ein junges Bienenvolk, das durch den Imker aus einem starken Volk gebildet wird. Bei einem Brutwabenableger werden 2–3 Brutwaben mit ansitzenden Bienen plus Futter in eine neue Beute gesetzt.

Absperrgitter Gerät

Ein Gitter aus Metall oder Kunststoff mit Schlitzen (4,4 mm), das zwischen Brutraum und Honigraum eingesetzt wird. Arbeiterinnen passen durch, die Königin nicht.

Ameisensäure Behandlung

Organische Säure (60%), die zur Varroa-Behandlung im Spätsommer eingesetzt wird. Wirkt durch Verdunstung auch in verdeckelter Brut.

B

Beute Gerät

Das Holzhaus, in dem das Bienenvolk lebt. Besteht aus Boden, Zargen, Rähmchen und Deckel.

C

Cremig rühren Verarbeitung

Nach dem Schleudern wird der Honig täglich kurz gerührt, um grobe Kristallisation zu verhindern. Ergebnis: feincremiger Honig.

D

Drohne Bewohner

Das männliche Bienenwesen. Hat keinen Stachel, kann nicht stechen. Einzige Aufgabe: Begattung der Königin.

Drohnenschlacht Verhalten

Im Spätsommer werden die Drohnen aus dem Stock vertrieben — durch Verweigerung der Fütterung. Im Winter würden sie nur Futter fressen.

E

Entdeckeln Verarbeitung

Vor dem Schleudern werden die Wachsdeckel von den Honigzellen entfernt — manuell mit Entdeckelungsgabel oder maschinell.

F

Frühtracht Honig

Der erste Honig des Jahres, geerntet im Mai/Juni. Trachtquellen: Obstblüte, Löwenzahn, Raps.

G

Gelée Royale Bienenprodukt

Der hochwertige Königinnen-Futtersaft. Mit ihm gefütterte Larven entwickeln sich zur Königin.

H

HMF Qualität

Hydroxymethylfurfural — eine Substanz, die in Honig durch Wärme oder lange Lagerung entsteht. Im DIB-Honig max. 15 mg/kg.

Honigtau Tracht

Zuckerhaltige Ausscheidungen von Blattläusen auf Blättern. Grundlage für Waldhonig. Kommt nicht jedes Jahr.

K

Königin Bewohner

Das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen im Volk. Legt im Sommer bis zu 2.000 Eier pro Tag. Lebt 3–5 Jahre.

M

Mittelwand Wabe

Vorgeprägte Wachsplatte mit Sechseck-Muster, die in das Rähmchen eingelötet wird. Die Bienen bauen darauf ihre Waben aus.

O

Oxalsäure Behandlung

Organische Säure (3,5%), die im Winter gegen Varroa eingesetzt wird. Wird in die Wabengassen geträufelt — bei brutfreiem Volk.

P

Propolis Bienenprodukt

Bienenharz aus Pflanzen-Knospenkitt und Bienenwachs. Antibakteriell, antifungal, antiviral.

R

Räuberei Verhalten

Wenn ein Bienenvolk in ein anderes (meist schwächeres) einbricht und dessen Honig stiehlt.

S

Schwänzeltanz Verhalten

Die Sprache der Bienen — entdeckt von Karl von Frisch (Nobelpreis 1973). Eine Sammlerin tanzt auf der Wabe in einer Acht.

Schwarm Verhalten

Die natürliche Vermehrung des Volks: Die alte Königin zieht mit etwa der Hälfte der Bienen aus.

Stockmeißel Werkzeug

Das wichtigste Werkzeug eines Imkers. Damit löst er verklebte Rähmchen, kratzt Wachs und Propolis ab.

V

Varroa-Milbe Krankheit

Varroa destructor. Der Imker-Albtraum Nummer eins. Ohne Behandlung sterben Völker nach 2–3 Jahren.

Verdeckelung Wabe

Wenn der Honig genug Wasser verloren hat (unter 18%), verdeckeln die Bienen die Zelle mit einer Wachsschicht.

W

Waldhonig Honig

Dunkler, kräftiger Honig aus Honigtau. Geschmack: malzig, herb. Kommt nicht jedes Jahr.

Wintertraube Verhalten

Im Winter bilden die Bienen einen Klumpen um die Königin. Sie zittern mit den Flugmuskeln und halten 25 °C.

Z

Zarge Beute

Eine Etage der Beute. Im Brutraum stehen 1–2 Zargen, der Honigraum wird obenauf gesetzt.