Weshalb sind Honige so unterschiedlich? Wie kann es sein, dass der der eine Honig flüssig ist und ein anderer?

Jeder Honig ist im Aufbau seiner Stoffe unterschiedlich. Dabei haben Analysen im Labor bisher über 240 natürlich vorkommende Stoffe in unterschiedlichen Honigen nachgewiesen. Unter Ihnen 24 verschiedene Zuckerarten, 27 Aminosäuren, 12 Enzyme, 10 Vitamine, 12 Mineralstoffe und über 160 verschiedene Aromastoffe.

Folgende Inhaltsstoffe treten in einem Honig auf:

Fruchtzucker (Fuctose)
Traubenzucker (Glucose)
Vielfach und Mehrfachzucker
Wasser
Beistoffe wie z.B.: Enzyme, Inhibine, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Säuren, Aminosäuren, Proteine, Aromastoffe

Die Zusammensetzung dieser Stoffe schwankt von Honig zu Honig..
Aber woran hängt eine genaue Zusammensetzung?
Die genaue Zusammensetzung hängt am Ende davon ab, an welchen Pflanze(n) eine Biene Ihren Nektar gesammelt hat.

Rapshonig enthält z.B. mehr Glucose (~41,2%) als Akazienhonig (~27,1%), dafür aber weniger Fructose (~39,2%).

Honige mit einem höherem Glucosegehalt werden schneller fest, als Honige mit einem niedrigen Glucosegehalt.
Das ist auch der Grund, weshalb Rapshonig innerhalb weniger Wochen steif bzw. fester wird, während ein reiner Akazienhonig u.a. mehrere Jahre flüssig bleiben kann.

Eigenschaften einiger Honigsorten:

Fructose Glucose Farbe Aroma
Akazie 43,8% 27,1% klar, blassgelb mild-süß
Heide 40,2% 32,4% rötlich-braun herb aromatisch
Linde 37,7% 33,3% hell bis dunkel beige sehr kräftig
Löwenzahn 35,6% 39,5% gelb kräftiger, scharfer Geruch
Raps 39,0% 41,2% weiß bis hell beige dezent
Waldhonig 32,4% 27,4% braun, rotbraun würzig, malzig

Aroma, Farbe, Geschmack, und Konsistenz hängen davon ab, aus welcher Quelle eine Biene ihr Futter bekommen hat. Wenn ein Honig also auskristallisiert, ist er daher nicht schlecht, sondern der Honig hat lediglich einen höheren Glucosegehalt.