Hast Du gewusst, dass die Bienen den Honig ursprünglich als Wintervorrat und zur Fütterung des Nachwuchses verwenden?

Für die Honigherstellung von Blütenhonig holt die Biene den zuckerwässrigen Nektar vom Grund der Blüte. Mit ihrem Rüssel nimmt sie den Nektar auf und transportiert ihn in den Honigmagen, wo er nicht verdaut, sondern gelagert wird. Eine winzige Menge benötigt die Biene für sich, dieser dient der Biene als Kraftstoff, den Rest bringt sie zu ihrem Bienenstock. Für die Herstellung von Waldhonig wird nicht der Blütennektar, sondern der Honigtau zahlreicher Baumarten als Rohstoff genutzt.

Ca. 35 000 Ausflüge muss eine Biene unternehmen, um einen Liter Nektar aufzusammeln, aus dem später ca. 500g Honig entstehen. Während des Heimfluges entzieht die Biene dem gesammelten Nektar Wasser. Ist der Nektar im Bienenstock angekommen, wird er in Zellen gefüllt und von den Stockbienen durch starkes Flügelvibrieren weiter entwässert und mit Enzymen angereichert, die seine Reifung fördern. Je nach Herkunft des Nektars werden die verschiedenen Zuckerarten im Reifeprozess enzymatisch gespalten und überwiegend in einfache Zucker (Frucht- und Traubenzucker) überführt. Ist der Honig reif, verschließen die Bienen die Zellen mit einem Wachsdeckel. Die Honigernte durch den Imker kann beginnen.